Informationsmaterial

Angebote zur Unterstützung im Alltag

Was sind Angeboten zur Unterstützung im Alltag?

"Angebote zur Unterstützung im Alltag" nach § 45a SGB XI (ehemals: "Niedrigschwellige Hilfe- und Betreuungsangebote") tragen dazu bei, Pflegepersonen zu entlasten und helfen Pflegebedürftigen Menschen, möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung zu bleiben, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und ihren Alltag weiterhin möglichst selbständig bewältigen zu können.

Zu den Angeboten zählen

  1. Angebote, in denen insbesondere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unter pflegefachlicher Anleitung die Betreuung von Pflegebedürftigen mit allgemeinem oder mit besonderem Betreuungsbedarf in Gruppen oder im häuslichen Bereich übernehmen (Betreuungsangebote)
  2. Angebote, die der gezielten Entlastung und beratenden Unterstützung von pflegenden Angehörigen und vergleichbar nahestehenden Pflegepersonen in ihrer Eigenschaft als Pflegende dienen (Angebote zur Entlastung von Pflegenden) und
  3. Angebote, die dazu dienen, die Pflegebedürftigen bei der Bewältigung von allgemeinen oder pflegebedingten Anforderungen des Alltags oder im Haushalt, insbesondere bei der Haushaltsführung, oder bei der eigenverantwortlichen Organisation individuell benötigter Hilfestellungen zu unterstützen (Angebote zur Entlastung im Alltag)

Die Kosten können bis zu einer Höhe von monatlich 125 Euro von der Pflegekasse übernommen werden. Die Erstattung der Aufwendungen erfolgt auch, wenn für die Finanzierung der Leistungen Mittel der Verhinderungspflege gemäß § 39 SGB XI eingesetzt werden.
Darüber hinaus können Pflegebedürftige in häuslicher Pflege mit mindestens Pflegegrad 2 bis zu 40 % der ambulanten Pflegesachleistungen nach § 36 nutzen, um Aufwendungen für Angebote im Alltag zu finanzieren.
Damit die Pflegebedürftigen den Entlastungsbeitrag mit der Pflegeversicherung abrechnen können, müssen die Angebote zur Unterstützung im Alltag von der zuständigen Behörde anerkannt sein.

Im Folgenden finden Sie die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner und die regionalen Listen der "Angebote zur Unterstützung im Alltag"

StädteRegion Aachen

Angebote zur Unterstützung im Alltag für die StädteRegion Aachen
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Kontakt

Amt für soziale Angelegenheiten
Zollernstraße 10
52070 Aachen
soziales@staedteregion-aachen.de

Ansprechpartner/-innen

Frau Martina Bücken
Tel: +49 241 5198-5075
martina.buecken@staedteregion-aachen.de

Frau Ute Schreiber
Tel: +49 241 5198-5088
ute.schreiber@staedteregion-aachen.de

Kreis Düren

Liste der Angebote zur Unterstützung im Alltag 
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Kontakt:

Kreisverwaltung Düren
Sozialamt des Kreises Düren – Sachgebiet Pflege (50/4)
Bismarckstraße 16 – 52351 Düren

Ansprechpartnerin:
Insa Breuer – Tel.: 02421 / 22 1410 – Raum C 405 –
unterstuetzung-im-alltag@kreis-dueren.de

Kreis Euskirchen

Liste der Angebote zur Unterstützung im Alltag 
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Kontakt:
Kreis Euskirchen, Abt. 50 - Soziales
Jülicher Ring 32, 53879 Euskirchen

Ansprechpartner:
Zentrales Informationsbüro Pflege (Z.I.P.) und Pflegestützpunkt
Tel.: 02251/15 521 und 15 927
Fax: 02251/15 917
E-Mail: pflegestuetzpunkt@kreis-euskirchen.de

Servicezeiten:
Mo. - Do.: 8.30 Uhr - 15.30 Uhr
Fr.: 8.30 Uhr - 12.30 Uhr,
Zusätzliche Termine nach Vereinbarung.
Internet: http://www.kreis-euskirchen.de
http://www.euskirchen.pflege.net 

Kreis Heinsberg

Liste der Angebote zur Unterstützung im Alltag 
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Kontakt:
Pflegestützpunkt im Kreis Heinsberg Heinsberg
Geilenkirchener Str. 2/ im Hause der AOK Rheinland/Hamburg
Tel. 02452 181-300
Fax: 02452 181-310
heinsberg@pflegestützpunkt-nrw.de
www.kreis-heinsberg.de

Kontaktperson:
Herr Jürgen Köllmann und Frau Gerda Hermes

Beratungsangebote für Herzogenrath

Die Angebotsübersicht Demenz für Herzogenrath wurde im Rahmen des Projekts "Lokale Allianz für Menschen mit Demenz in Herzogenrath" durch eine Arbeitsgruppe erarbeitet. Sie bietet eine Übersicht lokaler Angebote für Menschen mit Demenz und deren Angehörige.

Die Angebotsübersicht können Sie hier laden

Der Wegweiser für Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Behinderung der Stadt Herzogenrath enthält ebenfalls viele hilfreiche Informationen.

Wegweiser für Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Behinderung

Broschüre "Menschen mit Demenz in der Arztpraxis"

Schon heute sind Patientinnen und Patienten mit Demenz eine Herausforderung für den gewohnten Praxisablauf. Demenzbedingte Fähigkeitsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten beeinträchtigen die klar strukturierten Arbeitsabläufe. Der Umgang mit den Betroffenen und Angehörigen nimmt zusätzlich zeitliche Ressourcen in Anspruch, die im Praxisalltag allzu oft nicht vorhanden sind. Durch den demografischen Wandel wird die Zahl der an Demenz erkrankten Patientinnen und Patienten in den ärztlichen Praxen in den nächsten Jahren weiter steigen.

Demenzspezifische Kommunikations- und Handlungskompetenzen erleichtern den Umgang mit den Erkrankten und helfen dabei, Patientinnen und Patienten mit Demenz adäquat zu versorgen. Diese Broschüre enthält grundlegende Informationen zum Krankheitsbild, Hilfen zum Umgang mit Menschen mit Demenz und Adressen von wichtigen Beratungsstellen.

Hier können Sie unsere Broschüre downloaden

Für Exemplare in gedruckter Form wenden Sie sich bitte an das Demenz-Servicezentrum Regio Aachen/Eifel, unter der Telefonnummer: 02404 / 90 32 780

Übersicht über die Veröffentlichungen der Landesinitiative Demenz-Service Nordrhein-Westfalen

Hier finden Sie eine Übersicht über die Publikationen , die im Rahmen der Veröffentlichungsreihe „Demenz-Service“ mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen bislang erschienen sind. Sie sind teilweise hier auch im Download verfügbar.

Die Publikationen sind für Interessenten aus NRW bei den Demenz-Servicezentren Nordrhein-Westfalen für Selbstabholer kostenlos erhältlich. Gegen eine Versandkostenerstattung können sie bei der Koordinierungsstelle der Landesinitiative im Kuratorium Deutsche Altershilfe bestellt werden.

Hier geht es zu Übersicht

Wegweiser Demenz für die StädteRegion Aachen

Frontansicht Wegweiser Demenz für die StädteRegion Aachen

Der Wegweiser Demenz ist eine Broschüre, die gemeinsam von der Alzheimer Gesellschaft Städteregion Aachen, dem Demenznetz Aachen, dem Demenz-Servicezentrum NRW Regio Aachen/Eifel, der Beratungsstelle des Gerontopsychiatrischen Zentrums der Alexianer Aachen GmbH sowie der Städteregion selbst herausgegeben wurde.

Hier können Sie den Wegweiser laden

Vorträge / Handouts der Fachtagungen

Vorträge der Fachtagung "Wohnen bei Demenz..."

Wohnungsanpassung im Alter und bei Demenz
Marcus Sauer

Technikunterstütztes Wohnen und
Handbuch: Wohnen mit technischer Unterstützung
Patrick Ney, M.Sc.

Möglichkeiten der Finanzierung von Maßnahmen der Wohnungsanpassung
Susanne Tyll, Dipl. Päd.; M.A.Pol. (liegt noch nicht vor)

Lebensqualität und Technik im Alter bei Menschen mit Demenz
Prof. Dr. Manuela Weidekamp-Maicher

 

Vorträge der Fachtagung zu den neuen Pflegereformen

Mehr als 100 Expertinnen und Experten aus Pflegeberatungsstellen, Pflegeeinrichtungen und den Kommunen informierten sich am Freitag, dem 11. Dezember, auf einer Veranstaltung des Demenz-Servicezentrums der Region Aachen-Eifel darüber, was ab 2017 auf die Pflegebedürftigen zukommt.„Die Pflegereform sorgt dafür, dass die Pflegebegutachtung...weiterlesen

Hier können Sie die Vorträge der Fachtagung laden:

Die aktuelle Pflegereform: Chancen für die Versorgung von Demenzkranken in NRW, Dirk Suchanek

Das Pflegestärkungsgesetz I: Worauf Demenzkranke und ihre Angehörigen bereits heute Anspruch haben, Hasan Alagün

Wie funktioniert das neue Begutachtungsassessment?, Dr. Andrea Kimmel

Der desorientierte Mensch im Krankenhaus - durch Prävention Belastungen reduzieren, Kosten senken

Eine stetig älter werdende Gesellschaft hat zur Folge, dass auch immer mehr ältere Menschen im Krankenhaus behandelt werden müssen. Ein großer Teil dieser Menschen kommt mit einer bereits bestehenden demenziellen Erkrankung ins Krankenhaus oder erleidet während des Aufenthalts dort ein Delir. Schätzungen gehen davon aus, dass dies bei durchschnittlich mehr als einem Viertel der Krankenhauspatienten über 60 Jahre vorkommt.
Als Folge berichten viele Betroffene hinterher von tagelangen alptraumartigen Halluzinationen und extremer Desorientierung. Bei Patienten mit bestehender demenzieller Vorerkrankung kann diese durch das Auftreten eines Delirs schneller voranschreiten.
Häufig wird ein Delir jedoch nicht erkannt, verharmlosend als "Durchgangssyndrom" abgetan oder mit einer bis dahin nicht erkannten Demenz verwechselt. Es handelt sich jedoch um einen  lebensbedrohlichen, akuten medizinischen Notfall, der durch eine zielgerichtete Prävention und insbesondere Schulungen aller im Krankenhaus tätigen Berufsgruppen in vielen Fällen verhindert werden könnte. Neben diagnostischen Inhalten sollten Schulungen zum Thema Delirprävention u.a. auch rechtliche Grundlagen von freiheitsentziehenden Maßnahmen bei Selbst- und Fremdgefährdung enthalten.
Die Vermeidung eines Delirs führt zu einer erheblichen Reduktion der Mortalität und Morbidität und nicht zuletzt massiver Kostenersparnis.

Delir im Krankenhaus

Eine stetig älter werdende Gesellschaft hat zur Folge, dass auch immer mehr ältere Menschen im Krankenhaus behandelt werden. 
Erleiden sie dort ein Delir, so bleibt dies in der Regel nicht ohne Folgen. Viele Betroffene berichten hinterher von tagelangen, alptraumartigen Halluzinationen und extremer Desorientierung. 
Betrifft das Delir Patienten mit demenziellen Vorerkrankungen, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Demenzerkrankung  schneller voranschreitet.
Häufig wird ein Delir jedoch nicht erkannt, verharmlosend als "Durchgangssyndrom" abgetan oder mit einer bis dahin nicht erkannten Demenz verwechselt.
Ein Delir ist jedoch ein lebensbedrohlicher, akuter medizinischer Notfall, der bei richtiger Diagnostik und Behandlung vollständig reversibel sein kann.

Rückblick: Präsentationen der Referentinnen und Referenten

Diagnostik und Therapie bei Delirverdacht
Prof. Dr. Walter Hewer, Vinzenz von Paul Hospital Rottweil
Delirpraevention perioperativ - was hilft?
Dr. Simone Gurlit, Franziskus Hospital Münster
Delirmanagement auf der Intensivstation
Stefanie Monke (MScN)
HELP- Ein Programm zur Prävention, Diagnostik und Therapie des Delirs
Julia Bringemeier, Evangelisches Krankenhaus Bielefeld

Weiteres Material zu dem Thema Delir im Krankenhaus:
Der alte Mensch im OP

Eine Publikation des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen